Projekt 5 - Andreas zeigt eine 5

Ich spiele jetzt schon eine ganze Weile Golf. Ich trainiere regelmäßig, schaue mir unzählige YouTube-Videos an, probiere ständig irgendwelche neuen Schwunggedanken aus und bin gelegentlich sogar der festen Überzeugung, das Geheimnis des Golfschwungs endlich gelüftet zu haben.

Meistens hält diese Erkenntnis ungefähr bis zur nächsten Runde. Manchmal auch nur bis zum nächsten Schlag.

Und obwohl ich gefühlt ziemlich viel für mein Golfspiel tue, dümpelt mein Handicap seit einigen Jahren irgendwo um die 10 herum. Klar, zwischendurch gibt es immer wieder richtig gute Runden, bei denen ich denke, dass da doch noch einiges mehr gehen müsste. Aber so richtig vorwärts geht es irgendwie nicht.

Das soll sich jetzt ändern!

Projekt 5 – Der Name ist Programm!

Aktuell stehe ich bei Handicap 10,8. Mein Ziel ist es, irgendwann in der Saison 2027 Handicap 5 zu erreichen.
Fast sechs Handicap-Punkte Verbesserung. Mit Mitte 40. Und einem Körper, der sich in den vergangenen Jahren nicht unbedingt in Richtung Leistungssportler entwickelt hat. Klingt nach einem ausgezeichneten Plan, oder? 😉

Aber ich habe richtig Bock darauf!

Vor allem möchte ich diesmal etwas anders machen. Denn wenn ich ehrlich bin, folgt mein bisheriges Training meistens einem ziemlich einfachen Prinzip: Ich übe das, was beim letzten Mal nicht funktioniert hat. Oder das, wozu ich gerade ein tolles YouTube-Video gesehen habe.

Und wenn ich einen Tipp gefunden habe, der tatsächlich funktioniert, kommt spätestens drei Tage später das nächste Video, mit dem dann natürlich alles noch viel besser werden soll.
Man könnte es abwechslungsreich nennen. Strukturiert wäre allerdings gelogen.

Erst mal herausfinden, wo es eigentlich hakt

Deshalb möchte ich mein Golfspiel künftig etwas systematischer angehen.

Anstatt einfach noch mehr Bälle auf der Range zu prügeln, möchte ich zunächst herausfinden, wo ich eigentlich die meisten Schläge verliere.
Und zwar nicht nur nach Gefühl, sondern anhand von Daten.
Sind es meine Abschläge? Die Annäherungen? Das Kurzspiel oder die Putts? Oder liegt es vielleicht auch daran, dass ich auf dem Platz gelegentlich Entscheidungen treffe, die ich fünf Minuten später selbst nicht mehr nachvollziehen kann? Wenn ich weiß, wo meine größten Baustellen liegen, möchte ich gezielt daran arbeiten.

Klingt eigentlich ziemlich logisch. Warum ich dafür erst so viele Jahre Golf spielen musste, ist allerdings eine berechtigte Frage.

Wissenschaft, YouTube und jede Menge Selbstversuche

Natürlich werde ich auch weiterhin jede Menge Golfvideos schauen. So ganz ohne geht es schließlich nicht.  Allerdings möchte ich die verschiedenen Tipps und Trainingsmethoden diesmal bewusster ausprobieren und ihre Wirkung möglichst genau messen. Was bringt mir wirklich mehr Länge beim Driver? Welche Übungen verbessern meine Konstanz? Wie trainiere ich das Kurzspiel am effektivsten? Und was funktioniert nicht nur auf der Range, sondern auch unter realen Bedingungen auf dem Golfplatz?

Dabei möchte ich mich auch mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Golftraining beschäftigen. Keine Sorge, ich werde jetzt nicht zum Golfprofessor. Aber vielleicht hilft es ja, ab und zu eine Studie zu lesen, bevor ich irgendeinem YouTuber mit 37 Abonnenten meinen Golfschwung anvertraue.

Und dann wäre da noch mein Körper …

Wer Birdiesüchtig schon länger verfolgt, erinnert sich vielleicht noch an mein damaliges „Projekt Hulk“.

Damals hatte ich mir vorgenommen, fitter zu werden und damit auch mein Golfspiel zu verbessern. Und das hat zeitweise sogar ziemlich gut funktioniert! Inzwischen sind allerdings wieder einige Kilos dazugekommen und auch meine Beweglichkeit lässt hier und da etwas zu wünschen übrig. Weshalb das so ist, erzähle ich später mal. Deshalb gehören Ernährung, Krafttraining, Mobilität und Speedtraining ebenfalls zu Projekt 5.

Ob ich dadurch tatsächlich weiter und konstanter schlage oder einfach nur wieder problemlos meine Schuhe zubinden kann, ohne die Luft anzuhalten, werden wir sehen. Ach ja, und dann wären da natürlich noch Course Management und das mentale Spiel. Langweilig dürfte mir also nicht werden.

Auf geht’s!

Zunächst möchte ich meinen aktuellen Leistungsstand erfassen und herausfinden, wo die größten Schwächen liegen. Danach wird gezielt trainiert, getestet, ausgewertet und hoffentlich verbessert.

Das Ganze werde ich hier auf Birdiesüchtig dokumentieren. Mit Trainingstipps, Experimenten, Zahlen, Erfolgen und vermutlich auch der einen oder anderen mittelschweren Golfkrise. Ob ich damit tatsächlich Handicap 5 erreiche? Keine Ahnung. Aber vielleicht finde ich auf dem Weg dorthin ja endlich heraus, wie ich mit weniger planlosem Training tatsächlich besser Golf spielen kann.
Und wenn nicht, habe ich zumindest reichlich Stoff für neue Blogartikel. 😉

In diesem Sinne: Auf geht’s! Projekt 5 ist gestartet!