Niemals aufgeben – Qualifikation zur Deutschen Betriebssport-Meisterschaft

Es hätte morgens gar nicht viel schlimmer beginnen können: Ich habe schlecht geschlafen, das Wetter war unbeständig und deutlich kühler als geplant und auf der Range ging gar nichts.

Immerhin lief es auf dem Puttinggrün ganz gut. Daher bin ich trotzdem frohen Mutes zum Abschlag des Qualifikationsturniers zur 17. Deutschen Betriebssport-Meisterschaft gegangen. Nette Flightpartner und die Wetterprognose des Rangers versprachen eine schöne Runde.

„Jungs, haltet euch am besten vom Rough fern. Das ist teuflisch hier!“

Hätte ich mal drauf gehört… Erster Abschlag (in diesem Fall auf der 10), Dogleg rechts nach guten 180m. Ich zücke mein Eisen 4 für einen lockeren Schwung und zack.. links im Rough verschwunden. Und mit Rough meine ich hüfthohes Gras, wo man die Bälle nur findet, wenn man versehentlich drauf tritt.

Auftakt nach Maß! Denn nach einer leicht verzogenen Annäherung, hat es für mich einen Strich gegeben.

Loch 2: Ein 179m langes Par 3, Wind von vorne und keinen Vorgabestrich auf meiner Scorekarte. Leider habe ich den Abschläg einige Meter zu kurz gelassen und den anschließenden Chip oberhalb vom Loch platziert. Hieß also, Bergab-Putt zum Par. Leider die Lochkante rasiert und das Bogey gezogen. 2 Löcher und direkt 3 Schläge verloren. Na prima!

Weiter ging es mit einem Pärchen auf einem Par 4. Immerhin einen Schlag aufgeholt. Und dann kam der nächste Schlag ins Gesicht. Par 4, Abschlag mit dem 4er Eisen (ich wollte ja auf Nummer sicher gehen). Rückwind nicht beachtet und den Ball leider in den Bunker gejagt. Gefolgt von einem missglückten Fairway-Bunkerschlag. Ergebnis? Der nächste Streicher 🙁

Frust machte sich breit!

Am nächsten Abschlag, einem Par 4 mit 302m, stand ich dann und hatte den Driver gezückt… der Frust wollte raus. Aber glücklicherweise gewann der Kopf die Oberhand und ich nahm mein Eisen 5. Abschlag mitte Bahn, Pitch aus 112m ca. zwei Meter an die Fahne und einen Putt zum Birdie. Da sah die Welt schon wieder anders aus!

Ich genieße jetzt einfach die Runde und halt mich gedanklich an dem Birdie fest.

Das war das Motto. Es folgten solide Pars und Bogeys, so dass ich keine Punkte verlor und sogar ein bisschen was gut machen konnte. Auf der 9 lag dann ein 445m Par 5 mit breitem Fairway und den Longest Drive Contest vor mir. So… Driver, deine Zeit ist gekommen!

Driver gezückt und alles rausgehauen, was raus wollte.

Ich hab den Ball ganz gut erwischt und glücklicherweise nach 245m in der Mitte der Spielbahn platziert. DAS TAT GUT!

Nach den Front Nine habe ich es tatsächlich geschaft, wieder bei Plus Minus Null rauszukommen. Also ab auf die Back Nine und nochmal ganz in Ruhe starten.

Ich hatte jetzt im Hinterkopf „egal wie schlecht es läuft, du kannst das wieder gerade biegen!“

Und mit 6 Pars, einem Bogey und zwei Doppelbogeys lief es eigentlich ganz gut. Natürlich ärgert einen der ein oder andere Schlag, aber im Großen und Ganzen war ich zufrieden. Die Fehler, die mir passiert sind, habe ich verstanden und weiß, wie ich sie vermeiden kann. Und mit der Scorekarte kann ich nach diesem Start echt zufrieden sein.

Start auf der 10!

Bei der Siegerehrung kam dann die große Überraschung: Ich hatte tatsächlich den Longest Drive gewonnen! Jippi!! Das hatte ich auch noch nie geschafft!

Ausserdem habe ich die Nettowertung der HCP Klasse 1 gewonnen und damit einen Startplatz für die 17. Deutsche Betriebssport-Meisterschaft in der Tasche! Leute, ich bin aufgeregt!!!

Wenn ich eines gestern auf dem Platz gelernt habe, dann das man niemals aufgeben soll! Macht den Kopf frei von den Fehlern und genießt jeden der kommenden Schläge!

So, und nu… Prost!

  1. Laurin Nix sagt:

    Die bis jetzt beste Runde meines Lebens hab ich auch mit nem soliden Doppler begonnen! (-3)

  2. Dann freu Dich schon mal auf meine heimatlichen Bergziegenplätze
    Ich hab die Quali leider noch nicht geschafft und gestern meinen Worst Day ever bei der Quali in Reken gehabt…

  3. Also ich hatte gestern in Werl auch einen unglaublich bescheidenen Tag. Gute Schläge ins Grün wurden bestraft mit unlucky Bounces und die Schlechten Schläge waren dann auch leider wirklich schlecht. Dafür lief es am Tag zuvor besser. Merke: Ein Tag Pause zwischen den Turnieren scheint für mich besser zu sein. Und: Konservativ spielen reicht manchmal auch 😉

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