Nervosität – Was haben fliegende Kiwis mit Golf zu tun?

Vielleicht haben einige von euch letzte Woche den Livestream vom RGK Shootout bei West Golf in Troisdorf verfolgt. Ich hatte das große Glück dort teilnehmen zu dürfen (Danke, Alex – Wir lieben Golf) und habe dort nicht nur am Shootout selbst teilgenommen, sondern durfte auch auf der Moderationscouch Platz nehmen.

Das Event war super aufgezogen und es waren viele Leute vor Ort und noch einige mehr im Livestream. Ich weiß nicht, wie viele von euch schon mal vor mehr als 100 Leuten und einer laufenden Kamera einen Abschlag auf ein Inselgrün gemacht haben, aber ich war vorher mächtig aufgeregt und sogar richtig nervös. Ich hab mir Tage vorher schon Gedanken darüber gemacht, ob ich wohl vor Zuschauern einen sauberen Schlag hin bekomme. Was passiert, wenn ich ein Socket haue, oder meine Bälle allesamt im Wasser versenke.

Fliegende Kiwis

 

Als ich dann aber letzte Woche so vor dem Fernseher saß und mir die Leichtathletik-WM in London ansah, beobachtete ich etwas sehr Inspirierendes. Fliegende Kiwis! Um genauer zu sein, eine junge Stabhochspringerin aus Neuseeland: Eliza McCartney!

Ich höre euch gerade schon kichern… ja, sie ist zweifelsohne eine schöne Frau, aber das war nicht die Quelle meiner Faszination. Was mich wirklich beeindruckt und inspiriert hat, war ihre Ausstrahlung. Ihre Konkurrentinnen im Stabhochsprung standen allesamt hochkonzentriert und mit ernsten Mienen am Anlauf. Sie hatten ihren Fokus und dachten wahrscheinlich an ihre Technik und worauf sie beim nächsten Sprung besonders Acht geben mussten, um die aufgelegte Höhe zu überspringen.

Eliza McCartney stand dort am Anlauf und hat bis über beide Ohren gestrahlt. Kein verbissenes Gesicht, sondern pure Freude. Auch sie war fokussiert, aber man hat ihr zu jederzeit angesehen, dass sie sich einfach tierisch auf diesen Wettbewerb und auf jeden einzelnen Sprung freut! Sogar während sie anlief, hatte sie immer noch ein Grinsen auf dem Gesicht! Das fand ich nicht nur unglaublich sympathisch, sondern auch bewundernswert!

Das war für mich eine Inspiration, einfach mehr Spaß am Golf zu haben. Ich sagte mir, ich gehe zum RKG Shootout und habe einfach Spaß, ganz egal wohin mein Ball fliegt. Technische Gedanken wie „Du musst beim Takeaway darauf achten, mehr nach innen zu gehen“ und ähnliches wollte ich komplett verbannen. Ich wollte einfach die Atmosphäre genießen und mich an dem schönen Event erfreuen.

Und ich muss sagen, es hat so mehr oder weniger geklappt. Natürlich war ich nervös am Abschlag und das mit dem breiten Grinsen hat auch erst hinterher auf der Couch funktioniert, aber ich hab zumindest jeden einzelnen Schlag genossen und mir keine großen Gedanken um meine Technik gemacht. Für die Zukunft möchte ich das noch viel weiter ausbauen und zumindest auf den Runden einfach nur Golf genießen.

Danke an Eliza McCartney, für deine Freude am Sport!

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